Action Request Übergabe – Wien, 03.12.2018

Handlungsempfehlungen an die Österreichische Bundesregierung

Im Dezember 2018 haben die SDG-BotschafterInnen in Zusammenarbeit mit europäischen JugendvertreterInnen intensiv an der Erarbeitung von Empfehlungen zur besseren Umsetzung der Agenda 2030 an die österreichische Bundesregierung ausgearbeitet.

Die jungen Erwachsenen von heute sind die Generation, die im Jahr 2030 mitten im Leben stehen wird und die schon jetzt ein Schlüssel zur Erreichung der Ziele darstellt! Daher sollte ihr Wort Gehör finden, wie auch ein Zitat aus der Agenda 2030 unterstreicht: „Kinder und junge Frauen und Männer sind entscheidende Träger des Wandels und werden in den neuen Zielen eine Plattform finden, um unerschöpfliches Potenzial für Aktivismus zur Schaffung einer besseren Welt einzusetzen.“

Der erste Workshoptag stand im Zeichen der Vernetzung und dem Austausch von Informationen zur Verbreitung und Umsetzung der Agenda 2030 und ihrer 17 Ziele. VertreterInnen aus Finnland, Dänemark, Rumänien, Slowenien, Tschechien präsentierten die Fortschritte im Hinblick auf die Umsetzung der Agenda 2030 ihres Landes und diskutierten mit den österreichischen SDG BotschafterInnen über Möglichkeiten der Zusammenarbeit und gemeinsamen Handelns.
Am zweiten Tag des intensiven Workshop- Wochenendes wurde zunächst die Situation in Österreich beleuchtet und mögliches Verbesserungspotenzial aus der Perspektive der jungen Erwachsenen definiert. Gemeinsam wurden darauf aufbauend konkrete Empfehlungen zur besseren Umsetzung der Agenda 2030 in Österreich definiert und im action request zu Papier gebracht.

Der von den SDG BotschafterInnen und JugendvertreterInnen unterzeichnete action request unter dem Motto „Generation 2030 für ein gutes Leben für alle“ wurde an die österreichische Bundesregierung direkt herangetragen. Er wurde am 3.12.2018 in den Räumlichkeiten des Bundeskanzleramts an Dr. Désirée Schweitzer (Leitung Sektion VII, BMEIA) und Mag. Alexander Schallenberg (Leitung Sektion IV, BKA) übergeben.

Folgende Eckpunkte definierten die jungen Erwachsenen als zentral:

  • Klare Umsetzungsstrategie: inkl. einer koordinierenden Stelle und einem beratenden Gremium aus bspw. Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Jugendorganisationen, Wirtschaft .
  • Whole of government approach und „SDG Check“: im Sinne der Politikkohärenz nachhaltiger Entwicklung (Policy Coherence for Sustainable Development, kurz PCSD) sollte ein Toolkit erarbeitet werden, der bei der Gesetzgebung  als sogenannter „SDG Check“ eingesetzt wird.
  • Informations- und Kommunikationsstrategie: Die Agenda 2030 und ihre 17 Ziele sind in der Bevölkerung noch viel zu wenig bekannt und werden auch von politischen EntscheidungsträgerInnen nicht ausreichend kommuniziert. Daher sollen Maßnahmen wie mehr Öffentlichkeitsarbeit, Trainings und die Einrichtung eines Multi-Stakeholder Summit gesetzt werden.
  • Hochwertige Bildung für alle: Fairen Zugang zu Bildung ermöglichen und existierender strukturellen Diskriminierung entgegenwirken sowie die Einführung des Themas Nachhaltigkeit in die Lehrpläne von Bildungseinrichtungen.
  • Partizipation der Jugend und Inklusion: Junge Erwachsene sollen aufgrund ihrer sehr wichtigen Rolle bei der Umsetzung der Agenda 2030 als gleichwertige Partner angesehen und bei der Erarbeitung des Voluntary National Reports (VNR) im Jahr 2020 eingebunden zu werden.

Danke für die Kooperation und Organisation an:

Globale Veratwortung – Aktionsgemeinschaft für Entwicklung & Humanitäre Hilfe
https://www.globaleverantwortung.at/

Concord – Euroopean NGO confederation for relief and development
https://concordeurope.org/

Bundeskanzleramt Österreich https://www.bundeskanzleramt.gv.at/

Beteiligte: Ariane Kolb, Lukas Kaiser, Sophia Schessl

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